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Immer weniger wollen den „Tatort“ sehen

Die Zuschauerzahl des ARD-„Tatorts“ ist 2023 im Schnitt deutlich zurückgegangen. Etwa 8,6 Millionen schalteten jede Erstausstrahlung ein, wie die ARD der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Damit aber sank die mittlere Reichweite im Vergleich zu 2022 um etwa 500.000 pro Folge. Das einzige Ermittlerpaar, das sich erfolgreich gegen den Abwärtstrend stemmt, ist das Duo Prof. DDr. Karl-Friedrich Boerne (Jan-Josef Liefers) und Frank Thiel (Axel Prahl) aus Münster.

Der Abwärtstrend hat sicher auch mit dem demographischen Wandel zu tun. Die Jüngeren haben andere Seh- und Unterhaltungsgewohnheiten. Ein maßgeblicher Grund wird aber auch die Selbstverpflichtung der ARD sein, Minderheiten selbst im Unterhaltungsbereich „sichtbar“ zu machen. Das Bekenntnis der ARD zur Diversität (2021) lautet – ausgeführt auf 54 Seiten: „Die Krimi-Reihe ‚Tatort‘ ist dafür bekannt, gesellschaftlich relevante Themen in den Kriminalerzählungen aufzugreifen.“ Die von Maria Furtwängler etwa gespielte Kommissarin bekommt dann für sechs NDR-„Tatort“-Folgen die in Uganda geborene und in Deutschland aufgewachsene Florence Kasumba (47) als Kollegin an die Seite gestellt. „Diversität“ ist ansonsten überproportional bei den Opfern angesagt, unterrepräsentiert dagegen sind Täter, die eigentlich dem Prinzip „Diversität“ entsprächen. Konkret: Ein Migrant, Asylbewerber, Schutzsuchender, Flüchtling ist nahezu ausschließlich Opfer, ein Mensch mit deutschem Pass eher selten. Mit den Zahlen des Bundeskriminalamtes stimmt das eklatant nicht überein. Endlos viele Leserkommentare in Online-Formaten belegen diese Schieflage denn auch als Grund, den „Aus“-Knopf zu drücken. Sie sind nicht mehr bereit, die Weltsicht der Drehbuchautoren, Regisseure und Programmdirektoren zu teilen.

Siehe www.rnd.de/medien/tatort-bilanz-2023-verlust-an-tv-zuschauern-TBLQZOFU35LHTMEZOXECVQE44A.html und www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/tatort-lagerfeuer-der-nation/

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