ZDF-Leute werden von einer linken Lobby in Sachen Migration „geschult“
Von Josef Kraus
„Mit dem Zweiten sieht man besser.“ Stimmt, ja, man sieht damit besser hinein in die Abgründe volkspädagogischer Indoktrination. Dafür kassiert der Moloch auf dem Mainzer Lerchenberg pro Jahr 2,64 Milliarden Zwangsgebühren. Dafür wiederum präsentiert das ZDF „Einordner“ wie Dunja Hayali, Jan Böhmermann, Elmar Theweßen und Co. Mit seinen Aber-Millionen finanzierte das ZDF unter anderem in Gaza 12 Jahre lang einen Hamas-Zugführer als ZDF-Ingenieur. www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/hamas-mitglied-fuer-zdf-gearbeitet/
Über all dem thront seit 2022 ein Intendant namens Norbert Himmler, der mittlerweile im Netz gefragt wird: Welchen Beruf übt Himmler eigentlich aus? Noch darüber sitzt ein Verwaltungsrat, dem vier amtierende bzw. nicht mehr amtierende Ministerpräsidenten, zwei Ex-Gewerkschaftsbosse und schlaue Professoren angehören. Daneben gibt es einen scheinbar pluralistischen Fernsehrat, dem seit 2014 die Ex-Bundesministerin Gerda Hasselfeldt (CSU) vorsitzt. Noch Fragen?
Das ZDF lässt sich von der Migrantenlobby schulen
Und nun das: Das ZDF hat vom Rat für Migration e.V. Onlinekurse gekauft, in denen ZDF-Journalisten erfahren, wie sie über „Zuwanderung“ berichten sollten. Unter tatkräftiger Mitwirkung der sattsam bekannten Amadeu-Antonio-Stiftung sowie den nicht minder umstrittenen „Neuen deutschen Medienmacher*innen“.
In einer internen E-Mail des ZDF, die der Initiative Transparente Demokratie (ITD) vorliegt, bietet das ZDF am 16. Oktober 2025 den ZDF-Redaktionen Online-Kurse zu Migration, Integration, Rassismus und Antisemitismus an. ITD hat am 30. Oktober berichtet. www.transparente-demokratie.de/mit-dem-zweiten-zahlt-man-doppelt
Wörtlich heißt es zu den Kursen beim ZDF: „Die Personalentwicklung hat eine Reihe von informativen und praxisorientierten Web Based Trainings vom ‚Mediendienst Integration‘ erwerben können. Sie wurden von Journalist*innen produziert. Ein Wissensschatz mit vielen Zahlen und Fakten, Expert*innen Statements und interaktiven Übungen.“ Experten, Expertise? Letztere sieht so aus: Der „Mediendienst“ ließ am 6. Juni 2025 die Behauptung los: „Mehr Migration entlastet die öffentlichen Haushalte langfristig um rund 104 Milliarden Euro jährlich.“ https://mediendienst-integration.de/artikel/migration-entlastet-den-sozialstaat.html
Das wird man also bald auch vom ZDF eingetrichtert bekommen.
In den angebotenen Kursen soll es gehen: um „diskriminierungsfreien Umgang mit Sprache“, „sensible Berichterstattung“, „Stereotype differenziert einordnen“. Mit anderen Worten: Die ZDF-Kursteilnehmer sollen auf eine bestimmte Haltung geframt werden. Themen, die Millionen Menschen umtreiben, wie Konflikte in Städten und Gemeinden, Parallelstrukturen, Fehlanreize in Sozial- und Bildungspolitik oder Sicherheitsfragen ignoriert der Mediendienst dagegen völlig. Auch das Faktum, dass der Anteil von Ausländern in der polizeilichen Kriminalstatistik mit 37 Prozent deutlich höher liegt als ihr Bevölkerungsanteil (14 Prozent), soll professoral relativiert werden.
Ausgemerzt werden sollen offenbar auch Begriffe wie Flüchtling, Flüchtlingswelle, Migrationshintergrund und Asylmissbrauch. All das läuft unter „Anregungen und Tipps für einen diskriminierungskritischen Umgang mit Sprache“. Orwell’sche Methoden! Überflüssig zu fragen: Wo bleiben Schulungsangebote, in denen die oft mörderischen Folgen der überbordenden Migration unvoreingenommen beleuchtet werden, zum Beispiel in der Begegnung mit Opfern migrantischer Gewalt?
Im Klartext: Wie im ZDF über Migration berichtet wird, entscheiden die ZDF-Journalisten bald nicht mehr selbst, sondern unter Mitwirkung einer NGO, die nicht nur vom Staat finanziert, sondern für die digitalen Kurse auch noch vom ZDF, also mit Zwangsgebühren finanziert wird. Das heißt: Für das „Zweite“ zahlt der deutsche Michel zweifach: als Zwangsgebührenzahler und via staatlicher NGO-Finanzierung als Steuerzahler.
Verantwortet werden die Onlineseminare vom Rat für Migration e.V., einem 1998 gegründeten Zusammenschluss von etwa 200 Wissenschaftlern, die zu Themen wie Migration, Flucht, Asyl und Integration „arbeiten“. Dessen „Mediendienst Integration“ versteht sich als „unabhängige Informationsplattform“. Initiiert und vorübergehend geleitet hat den „Mediendienst“ die heutige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung Ferda Ataman. Ataman ist auch Mitgründerin und war von 2018 bis 2022 Vorsitzende des staatlich üppigst finanzierten Vereins „Neue deutsche Medienmacher*innen (NdM)“. Ad personam Ataman solle man wissen: Sie war einst Redenschreiberin beim damaligen NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU). Später, im Januar 2020, nannte sie als SPIEGEL- Journalistin „Almans“ „Weißbrote und Kartoffel“. Als Ataman am 12. Juli 2022 von der „Ampel“ zur „Unabhängigen (sic!) Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung“ ernannt wurde, gratulierte Laschet seiner Duz-Freundin überschwänglich und »aus vollem Herzen«. Jetzt, so Laschet, könne sie sich »optimal einsetzen für Vielfalt in unserem Land«. Nicht nur am Rande: Atman übt ihr Amt auch unter der Merz-Regierung unbehelligt aus.
Für das „Zweite“ zahlt der deutsche Michel zweimal
Der „Mediendienst Integration“ (www.mediendienst-integration.de/) erfreut sich neben staatlicher auch privater Förderung. Finanziert wird der „Dienst“ neben privaten Mitteln von Stiftungen eben auch aus Steuergeld. Insgesamt flossen rund 3 Mio. Euro aus dem Topf der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung. Dazu kommen 280.642 Euro vom Bundesinnenministerium. Und 909.972 Euro aus dem EU-Migrationsfonds (AMIF). Das teilten Sprecher der zuständigen Ministerien auf BILD-Anfrage mit. www.bild.de/politik/inland/interne-kurse-enthuellt-so-sollen-reporter-von-ard-und-zdf-ueber-migration-reden-69035669318b8b65a5894b5b
Zu den Unterstützern gehören ferner die Stiftung Mercator, die Robert Bosch Stiftung, die Amadeu Antonio Stiftung (selbst Empfänger vieler Steuermillionen; auch unter einem CSU-Innenminister Dobrindt p.a. mit demnächst 770.000 Euro), die Europäische Union, das Bundesinnenministerium sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge, Integration und Antirassismus. Details über die Finanzierung der NGOs sind nicht zu erfahren. Weder der Rat für Migration noch sein Mediendienst veröffentlichen Finanz- oder Transparenzberichte. Zugleich sitzt im Fachbeirat des „Mediendienstes“ ein gutes Dutzend Journalisten, unter anderem von Deutschlandradio, Süddeutscher Zeitung, Spiegel, taz und: dem ZDF. Das ist die neue Definition von Pluralität! Nein, es ist Haltungsmonismus.
Auch die von der vormaligen Stasi-Spitzelin Anetta Kahane gegründete und von 2003 bis 2022 hauptamtlich geleitete Amadeu Antonio Stiftung (AAS) mischt tatkräftig mit. Die AAS finanziert den „Mediendienst Integration“ nicht nur, sondern ist ähnlich wie die NdM auch aktiv an der Produktion der Migrationsschulungen für das ZDF beteiligt: „Dieser Inhalt wurde erstellt von Imke Kummer, Nikolas Lelle, Helge Regner und Johanna Thiemecke für den Mediendienst Integration“, heißt es zum Beispiel in der Beschreibung des Webinars „Antisemitismus“. Alle erwähnten Personen arbeiten oder arbeiteten zum Zeitpunkt der Produktion des Films auch für Belltower News, die AAS-Redaktionsplattform. Nikolas Lelle schreibt zudem für Jungle World, eine Wochenzeitung, die sich als „links, radikal und undogmatisch“ bezeichnet. So schließen sich die Kreise wieder. Welch undurchdringliche Mischpoke!
Bleiben solchermaßen – forciert durch das ZDF – demnächst Ausgewogenheit, Neutralität und Gewaltenteilung gänzlich auf der Strecke? Ja, denn nun spielen sich staatliche alimentierte NGOs und zwangsfinanzierte „Öffentlich-Rechtliche“ völlig distanzlos die Bälle zu. So entsteht ein Dschungel an parastaatlichen Schatteninstanzen. Ja, ein Schattenimperium. Mit immer noch mehr „öffentlich-rechtlichem“ Akklamations- und Apportierjournalismus.
Der Text ist zuerst in Tichys Einblick erschienen. Abdruck mit Genehmigung des Autors